Christian Kammerhofers erster Roman

"Frühsommerkirschen im Absinthglas" erhältlich:

 

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"Frühsommerkirschen im Absinthglas"

 

eine junge Frau, beginnt ihr banales Leben und die Oberflächlichkeit darin zu hinterfragen. Nicht ganz ohne anstoßende Ereignisse, begibt sie sich auf eine lange Reise um im Laufe der Geschichte viele neue Erkenntnisse über sich zu erfahren. Auf ihrem langem Weg der sie nach Südfrankreich führt, erlebt sie viele unerwartete Ereignisse und entdeckt Seiten in sich die ihr bis dahin verborgen waren, mitunter auch eine dunkle Seite. Eine sehr gefühlvolle und philosophische zuweilen auch erotische Handlung führt zu einer sprichwörtlichen Wiedergeburt......

 

ISBN: 978-3-200-05526-1



Texte die mich werden meiner Arbeit begleiten, ein kleiner Teil hier niederschieben


Ich bin eine Fly , meiner Existenz abgesprochen. „Nur lästig “Der Ansicht mich der Existenz zu berauben? So Fly atme nicht unsere hart verdiente Luft, so iss nicht denn du bist es nicht würdig.

Du bist nicht unser nein du bist Fly.  Kein mit Läufer Selbstbewusst eigenständig.  Fly


Steig hinab in die Hölle den Kanal entlang. Enge Enge, es wird helle, helle, kalt bin in der Höll. Als ich dich sah du Teufels Engels gleiche Schönheit. Deine Augen sind das Böse doch du bist vor ihren dort ein Engel, der doch über deine Augen spricht. Scheiße will zurück muss jetzt bleiben bis ich gehen kann. Wann nur wann! Muss jetzt leiden immerzu. Lasst mich in Ruh. Nein keine Ruh. Wird jetzt immer sein, werde Schmerzen tragen, mit Gefühlen um mich schlagen, halt ist gar jetzt schon vorbei. Die Hölle ist mir einer lei. Die Erinnerung noch zu gut. Wie es ist anders wo, doch nein muss bleiben immerda. Kann nicht gehen. Zur Zeit muss ich es tragen, diese Last. Keine Ruh nur noch Hast. Wird mich begleiten immer da. Muss mich krümmen niemals aufrecht stehn. Denn dann kann ich es doch ertragen, meine Last. Steh ich aufrecht wie ich will wird die Höll nur noch mehr schlimm. Muss viel ertragen, muss mich durch die Hölle schlagen. Schlag mich tapfer oder nicht. Spuck ich oder nicht. Wills nicht mehr tragen, nein, nein lasst mich gehen. Doch sehe ich jetzt viele Lichter und auch noch viele verstörte Gesichter es wird jetzt warm und fröhlich meine Sinne. Halt, halt Ehe ich mich besinne schwinden jetzt doch meine Sinne. Jetzt sehe ich sie doch von oben und der Seit. Sie schreien, schreien bleib, bleib doch nein ich bleibe nicht. Ich schau nicht mehr in die Gesichter, ich geh, ich geh kann es nicht ertragen, geh und ihr müsst weiter, immer weiter ohne mich ...................... Komm nicht nach, bleib dort. Ich spür den Schmerz, Sie schmerzt mich auch. Nun geh ich doch den Weg allein, du willst mir folgen merkt ich doch, doch lass es sein. Wär ich geblieben, wäre meine Sozialversicherungsnummer 2184 gewesen. Geboren um eine Nummer zu sein.

Die Geburt in eine kapitalistische Welt

 

Christian Kammerhofe

Geschrieben 2016



Der innerliche Ruf nach einem „besseren Leben“

 

Bin ein Nichts.

 

Schon meine Geburt war ohne Bedeutung, wieder einer, dennoch ein Nichts. Es war kalt, sagte mir meine Mutter, so wie es die heutige Nacht sei, meint sie. Es war kalt und in einem, sagen wir mal Stall. Aber es war kein Stall, früher waren mal Tiere in diesem Haus meinte sie. Sah hinauf, auf ihn, den Himmel, es leuchteten auch die Sterne wie in dieser Nacht, drückt mich stark an sich, ja es war sternenklar und kalt. Ich meine, sagte sie zu mir, dass ich damals eine Sternschnuppe gesehen habe. Das habe sie sich nur eingebildet meinten die anderen, laut deren war dies reine Einbildung. Ja es war eine Sternschnuppe, meinte sie jetzt überzeugender, nicht mehr zögerlich, nein du warst der Sohn der mir bestimmt war. Immerzu schaute sie hinauf zum Himmel. Ja du warst mir bestimmt. Anne schrie plötzlich auf, ja meine Mutter Anne steht plötzlich auf um laut zu rufen, eine Sternschnuppe wie zu deiner Geburt. Steh auch auf umarme meine Mutter, nein das war ein Flugzeug. Nein immer zu, eine Sternschnuppe wie früher bei deiner Geburt. Ich sei eine Schlampe sagten die Leute in Dorf. Sie verstummt dreht ihr Gesicht zu mir, wir sahen uns an, sie möchte weinen, ich sehe es ihr an. Doch sie bleibt stark, habe sie oft nachts weinen gehört. Nur dieses Mal beunruhigt es mich. Sie umarmt mich, küsst mich, löst sich von meiner. Um hinaus in die Nacht zu gehen, bis ein lautes Flüstergeschrei kommt. Halt bleibt stehen oder möchtet ihr, dass sie auf uns aufmerksam werden. Anne bleibt stehen um anschließend ins taunaße Gras auf ihre Knie zu fallen. Gehe zu ihr um sie zurück zu holen. Was wir als Schlafplatz seit einigen Tagen unser eigen nennen. Anne schläft nicht ein, starrt immer wieder auf den sternenklaren Himmel hinauf. Bekomme Angst. Anne, fragte ich meine Mutter, Anne was bedrückt dich denn so? In einigen Tagen, vielleicht auch schon Morgen, werden wir drüben sein. Komm, ich nahm Mami in den Arm und wir wippten gemeinsam um uns zu beruhigen. Irgendwann musste ich doch eingeschlafen sein. Denn als ich aufwachte war Anne nicht auf unserm Schlafplatz. Schaute um mich. Sah rund herum, nur sehr verstörte Leute und sie riefen durcheinander. Stand auf ging einige Schritte um zu sehen was geschehen ist. Manche liefen völlig aufgelöst in die andere Richtung, es fallen Schüsse. Sehe um mich, gehe weiter richtung Stacheldraht, nein es war ein Nato Stacheldraht, einer der schlimmsten Sorte. Was musste ich zum Entsetzen sehen, eine Frau im mittlern Alter. Gehe näher heran bis wir mit Lautsprechern aufmerksam gemacht werden von dem Zaun weg zu bleiben. Ein Nein ich kann nicht es ist doch meine Mutter Anne die sich in dem Zaun verhädert hat, Soldaten möchten sie befreien. Fremde Soldaten. Ich laufe schneller hin bis mir einige glatzköpfige Soldaten den Weg versperren mit der Waffe an der Stirn. Ich schrei sie an, dass das meine Mutter sei, die da im Zaun hängen geblieben sei. Einer von den Soldaten verstand meine Sprache, fesselte meine Hände mit Handschellen um mich zu der besagten Frau zu führen. Ich sah sie an, blutüberströmt versuchen Soldaten und Sanitäter sie zu befreien. Um sie anschließend ins Lazarett zu bringen. Da sie meine Mutter war nahmen sie mich gleich mit. Im Feldlazarett wurde meine Mutter nur notdürftig verarztet. Ich durfte bei ihr bleiben. Den ganzen Tag Annes hand haltend. Mami sprach zu mir, lieber Nick versuch dein neues Leben in diesem erträumten Land. Sei nicht traurig über mein Verhalten es musste sein. Wir wurden schon so oft abgewiesen an den Grenzen immer zu nur abgewiesen. Seit Wochen schon unterwegs. Ich Anne habe in meinem leben noch nie etwas richtig gemacht, nur zwei Dinge hatte ich je als richtig angesehen. Deine Geburt, dich, dich zu bekommen, auch unter all den Feindseligkeiten in unserm Dorf, und das Hier. Ich schrie Anne an was war bitte an dem was du soeben gemacht hast gut. Weinte bitterlich. Anne: „Es war gut so, wir sind jetzt im gelobten Land. Dir werden jetzt alle Türen offen stehen, wie es uns die Leute versprochen haben, die in unser Dorf gekommen sind. Mein ganzes Hab und Gut habe ich gegeben für die eine Chance damit wir ein besseres Leben führen können.“ Danach schloss sie für immer ihre Augen, ich wurde abgeholt, bekam auf meine Hand eine lange Nr tattowiert. (--------------------------) . Das war der Preis den meine Mutter und ich für die Freiheit bezahlen mussten. War es denn das wert meine Mutter zu verlieren. Für Anne war es das wohl. Wie viel Leid musste sie in ihrem Land, in ihrem Dorf erleiden um das auf sich genommen zu haben. Für ihren Sohn.

 

Christian Kammerhofer

Geschrieben 2018